Juso-Hochschulgruppe kritisiert Grüne für Studiengebühren-Pläne

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Die Pläne der Grünen-Fraktionschefin im Landtag, Edith Sitzmann, Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten erheben zu wollen, stößt auf entschiedenen Widerspruch der Juso-Hochschulgruppe an der Universität Konstanz. Manon Heger, Mitglied des Juso Kreisvorstandes, wundert sich über die Richtung, aus der die Debatte angestoßen wird: "Sitzmann macht den Seehofer. Der Vorschlag erinnert stark an die CSU-Schnapsidee der PKW-Maut für alle Autofahrer ohne deutschen Pass." Bei der PKW-Maut hätten Grüne betont, dass Autofahrer nicht auf Grund ihrer Nationalität unterschiedlich behandelt werden dürften. "Mir stellt sich die Frage, warum die Nationalität beim Autofahren zu keiner unterschiedlichen Behandlung führen darf, beim Studieren aber schon?" 

Nach Ansicht der Juso-Hochschulgruppe widerspricht Sitzmanns Vorschlag dem Versprechen der grün-roten Landesregierung, das offene und tolerante Baden- Württemberg auch offen und tolerant zu regieren. 

Sven Fauth, Koordinator der Juso-Hochschulgruppe hält den Studiengebühren-Vorschlag auch aus entwicklungspolitischen Gründen für verfehlt. "Wie sollen denn junge Menschen aus Entwicklungsländern vom Wissenschaftsaustausch profitieren, wenn die Hürden dafür immer höher gesetzt werden?" So dürften junge Studierende aus dem EU- Ausland heute auf Grund der aufenthaltsrechtlichen Bestimmungen Nebenjobs meistens gar nicht nachgehen. Für Fauth stellt sich daher die Frage, wie weit die "Festung Europa" noch ausgebaut werden solle.

 
 

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